Die Geschichte des Pennölers, einer expandierenden Schülerzeitung, oder auch Lehrtext über die Okkupation diverser Medien

Geschichte des Pennölers

Seit einiger Zeit beschäftigen wir uns mit unserer Geschichte. Wo der Pennöler herkam war lange Zeit ungeklärt, doch als wir 1903 unsere 189-köpfige Archäologengruppe auf dieses Problem ansetzten kam endlich Licht ins Dunnel der Vergangenheit. kürzlich erst machten das Team eine bedeutende Entdeckung: Es fand die legendäre Ausgabe Nr. 1 wieder. Ich habe es mir heute zur Aufgabe gemacht, die Ergebnisse der jahrelangen Suche zu der Öffentlichkeit zu präsentieren. Um Euch keine Halbwahrheiten vorzulegen habe ich (fast) persönlich die Archive des Vatikans durchstöbert und was ich dort fand ist fast unglaublich. Sollte etwas von dem was ich jetzt schreibe nicht wahr sein, mögen Horden von Zwergen über mich kommen und mir eine laaange Nase zeigen.

An irgendeinem Donnerstag nach dem Tag an dem Adam und Eva den Apfel vom Baum der Erkenntnis aßen, früher Nachmittag Adam schießt die Idee in den Kopf eine Schülerzeitung mit Namen Pennöler zu machen, aus Mangel an Redakteuren (ein Problem, das sich bis in die heutige Zeit fortsetzen wird) und Schulen verwirft er diese Idee schnell wieder.
So um 4000 v.u.Z. Der erste Pennöler erscheint. Da Steinplatten zu schwer sind, beschreiben die Redakteure kurzerhand die Wände von irgendwelchen Gebäuden.Auf Grund der schlechten Lesbarkeit werden die Zeichen später als Hieroglyphen bezeichnet.
Irgendwann in der Antike Der Pennöler erschließt sich den neuen Absatzmarkt in Griechenland. Viele griechische Forscher und Philosophen veröffentlichen ihre Werke im Pennöler. Zwischendurch korrigiert der Pennöler noch bei Homer.
2 n.u.Z. Der Pennöler gibt fälschlicherweise die Nachricht heraus das Jahr Null hätte begonnen. Da allerdings an einer Gegendarstellung gespart wurde glauben heute immer noch viele Menschen, wir hätten 1998 (nur wir kennen die Wahrheit, naja und jetzt Ihr).
Ein bißchen später Dumm gelaufen: Erst fängt ein Vorhang in der Redaktion Feuer und fackelt ganz Rom ab, dann verhindert auch noch irgend so ein Langhaariger daß der Pennöler in den wenigen Kirchen und Tempeln vekauft wird und klaut uns obendrein noch unseren ganzenWein und all unsere Fischbrötchen.
frühes Mittelalter Der Versuch den Pennöler auch im nahen Osten bekannt zu machen scheitert man der Kirche, die das Monopol auf alle Arten von Zügen in diese Richtung hat.
blubber blubber Der Pennöler fährt auf Bildungsreise nach Canossa. Als der Bus einige Kilometer vor dem Ort liegen bleibt, müssen die Redakteure zu Fuß gehen. daraus entwickelt sich die Legende vom (Bu[s]s-) Gang nach Canossa.
Annodazumal Der Pennöler veröffentlicht Luthers Thesen an irgend so einer Tür und regt damit eine heftige Diskussion an.
n'paar Tage später Pressetermin in Prag: Ein unachtsamer Pennöler-Redakteur schubst unabsichtlich einen komischen Typen aus einem Fenster und lößt so die Religionskriege aus.
Noch später Der Pennöler entschuldigt sich und beendet so die Religionskriege.
1248 Neubrandenburg wird gleich nach der Gründung zum Redaktionssitz des Pennölers gemacht.
Weiß nicht mehr Columbus entdeckt Amerika. Nur eine Ausgeabe des Pennölers hält seine Mannschaft vom Meutern ab.
Um die selbe Zeit; plus minus 100 Jahre Gutenberg erfindet den Buchdruck. Das ermöglicht eine Auflagensteigerung von 1500% (von 2 auf 30)
Erster Weltkrieg Es herrscht Papiermangel, der Pennöler wird erstmals auf recycletem Papier gedruckt. (Fragt nicht welches Papier da verwendet wurde!)
Zweiter Weltkrieg Siehe erster Weltkrieg
JaJa Frauen fordern Wahlrecht, der Pennöler marschiert mit
Die Wilden '68er Der Pennöler berichtet life von Drogenexzessen und wilden Orgien. Nebenbei kämpfen ein paar Studenten für mehr Rechte usw.
ach ja, noch davor, so um 1948 Das Friedrich-Engels-Gymnasium wird gegründet
So 1989 Durch einen Übersetzungsfehler eines Pennöler-Redakteurs wird die DDR aus Versehen aufgelöst (kann doch mal passieren)
Nach ein paar Jahren Der Pennöler kämpft um sein Überleben in einer mehr und mehr fernsehorientierten Welt.
1994/1995 Der Pennöler steht aus Redakteurenmangel kurz vor dem Ende
1996 Nichts neues, außer einem Skandal, weil der Pennöler die Meinung eines Schülers abdruckte, der meinte, eine Lehrerin unserer Schule hätte "ein Brett vor'm Kopf"
Ende 1997 Der Pennöler expandiert
1998 Der Pennöler kommt wieder regelmäßig raus
Auch dem letzten wird jetzt wohl klar geworden sein, daß der Pennöler die einzig wahre Schülerzeitung ist und alle anderen Zeitungen sowieso nur billige (oder oft auch teure) Kopien des Pennölers sind.

Sascha Gehm

Pennöler-Schülerzeitung

wir unterscheiden uns von allem bisher dagewesenen. inwiefern? fragt unsere leser! wir aber können uns kaum vorstellen, dass noch eine andere gazette unter ähnlichen bedingungen produzieren muss. wir müssen nicht nur das allgemeine problem aller schülerzeitungen, dass niemand schreiben will, keiner konkrete beschwerden hat und blabla lösen - nein wir wollen auch noch inhalte vermitteln - sagt sascha. aber kommen wir mal wieder auf den boden der tatsachen zurück: der gesamte pennöler ist ohne jegliche hierarchische struktur aufgebaut d.h.:jeder macht was er will - hauptsache er ist bis redaktionsschluß fertig und noch dazu informativ und erheiternd und all die anderen positiven adjektive zu diesem thema; alle machen alles freiwillig und ohne peitsche oder zuckerbrot und entlohnung - dabeisein zählt; nicht oder nur oder und; die pflege der dadaistischen kultur ist hauptthema jeder redaktionssitzung, die einen großteil unseres schultages einnimmt - dies war als entschuldigung an alle lehrer und freunde und andere, die wir durch unsere arbeit vernachlässigt haben (in quiet memory to my dead hamster). unsere redaktion, eigentlich ein ganz normales schulkabuff in haus II des FEG (parterre (1. ETAGE)), ist das hauptzentrum der kreativität des FEG (neben kunst- und musikräumen - metaphorisch, nicht geographisch!!). eingerichtet nach neuesten ergonomischen gesichtspunkten - mit tischen, mit stühlen, mit schränken, mit tagleuchtern.
wir haben sogar eine tafel

kreative motivationshilfen, ausgesucht nach modernsten

arbeitsphysiologischpädagogischpsychologischpseudologischen

gesichtspunkten der aktuellen forschung (nach freudt´s lehrer), sind u.a.: div. statuen; fallen; flaggen; puzzlz; poster; motivationshilfen; schränke (holzimitat); bücher; zeitungen; artikelvordrucke; blankoformulare; tackerundlocherundstifte; korkbrainstormwall; und einem totchiquen lederimitatgepolsterten und -schallgedämpften ein- und (!) ausgang.

"weil es narrenhaft ist. schreiben, wenn man nichts zu sagen hat."

Aldous Huxley "schöne neue Welt"

Pennöler-Radio-Show

kann eine zeitung - noch dazu eine Schülerzeitung - radioaktiv werden und wenn ja? wer macht die Technik? die antworten lauten ja und paul unter umständen auch torsten nie matthes und auch nicht christian. was nicht heißt das matthes und christian und oft auch torsten nichts machen - nein denn wenn paul technickt, dann reden wir und das ist das wichtigste an einer radiosendung. natürlich gibt es auch mugge - diese ganzen modernen lieder die man nicht mit zwei gitarren und schon gar nicht ohne strom alleine zu hause machen könnte mag paul - nicht matthes der lässt dann immer andere mugge spielen. deshalb ist unsere sendung eine kontrastreiche - reich an kontras und ästen. wer das wortspiel erklären kann - der rufe uns an! meistens donnerstag so gegen neunzehn uhr. PhonNummern stehen dann immer auf den Flyern. wir lesen auch gerne aus unseren lieblingsbüchern, kochen unsere lieblingsgerichte, interviewen unsere lieblingscombo "DieThe Revolution" aus hamburg. Sascha findet die sendung inhaltslos - der rest ist begeistert.